Freitag, 18. Januar 2008

arequipa, mollendo, camana usw.

Hier nur ein kurzer Bericht ueber den letzten Monat hier in Peru... Nachdem ich noch meinen Geburi in Cusco gebuehrend gefeiert habe, bin ich zwei Tage spaeter schwerenherzens Richtung Arequipa weitergereist, die weisse Stadt von Peru. Kurz darauf gings aber wieder weiter Richtung Ozean!!! Zuerst hab ich ein paar Tage in Mollendo verbracht und Ceviche am Strand gegessen, ein typisches Fischgericht, danach gings weiter nach Camana, wo wir ebenfalls entspannende Tage mit Strandbesuch verbracht haben. Von da aus gings weiter nach Nasca. Dort sind wir alle froehlich in ein kleines Flugzeug gestiegen, um die beruehmten Nascalinien aus der Luft zu betrachten. Nach knapp 30min. sind wir dann mit etwas blasseren Gesichtern und einem etwas zerknirschten Ausdruck wieder ausgestiegen... war doch etwas viel verlangt von unseren Maegen, das mitzumachen. Da es in Nasca ansonsten nicht viel zu entdecken gibt, sind wir gleich weiter nach Haucachino, in der Naehe von Ica, wo wir jetzt in einem suessen Hostal mit Pool inmitten einer Oase hausieren. Wo man hinschaut, sieht man Palmen und hohe Sandduenen, die die Oase umgeben. Fuer heute Nachmittag ist bereits eine Rundfahrt mit einem Buggy auf den Duenen gebucht, sowie eine Stunde Sandboarding... Wie ihr sehen koennt lassen wir es uns so richtig gut gehen, bevor es dann schon bald wieder zurueck nach Hause geht... ;-) Ich hoffe, dass es euch allen gut geht!!!! bis ganz bald

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Bolivien

So, nun komme ich wieder mal dazu meinen Blog auf den neusten Stand zu bringen... Bevor ich aber mit meinem Bericht ueber meine zwei Wochen Bolivien beginne, hoffe ich, dass ihr alle ganz schoene Weihnachten verbracht habt!!!! Hier in Cusco war es die letzte Zeit immer sehr sonnig und angenehme 25 Grad. Da hab ich mir am 24. am Weihnachtsmarkt glatt einen ueblen Sonnenbrand geholt... :-S...


Okey, nun aber was zur Bolivien-Reise: Vor drei Wochen sind wir (eine Freundin und ich) am Samstag in der Nacht 12 Stunden mit dem Bus bis nach La Paz gefahren. Die Fahrt verlief eigentlich recht problemlos und auch der Grenzuebergang war kein Problem, obwohl man hier viel von den korrupten und geldgierigen Zoellnern hoert...
In La Paz angekommen ging es meiner Freundin nicht gut und es regnete auch den ganzen Nachmittag... Naja, dann verbrachten wir halt fast den ganzen Tag und Abend in unserem Hostal...war aber schon okey.
Am naechsten Tag gingen wir dafuer frueh aus dem Haus, um nach einem leckeren Pancake-Fruehstueck den beruehmten Hexenmarkt zu besuchen. Dort kann man neben vielen Souvenirs auch jede Art von Gluecksbringern, Zaubertraenken und -pulver finden, echt unterhaltsam. ;-)
Es werden sogar tote Lamafoeten verkauft. Die werden, wenn die Bolivianer Haeuser bauen, in alle Ecken des Hauses gestellt, um fuer Sicherheit und Glueck zu sorgen... Daneben kann man sich auch die Karten legen lassen, was wir dann aber aus Zeitgruenden gelassen haben.
Am Nachmittag haben wir weiter die Stadt erkundet und am Abend gings dann wieder 12 Stunden mit dem Bus weiter nach Uyuni, wo zwei Freundinnen bereits auf uns warteten. Diesmal war die Fahrt etwas weniger angenehm. Der Bus war uebervoll, der Platz zwischen den Sitzen megaknapp und nach einigen Stunden Fahrt hatten wir noch eine Panne... Dazu kam, dass die Strecke bis Uyuni nicht vollstaendig geteert ist, so dass es eine richtige Ruettelfahrt wurde... Wir kamen jedoch trotzdem rechtzeitig in Uyuni an, wie das ging, wollt ihr gar nicht wissen.... Uyuni ist ein kleines Staedchen inmitten von nirgendwo in der bolivianischen Wueste. Dort gibt es eigentlich auch ueberhaupt nichts zu tun, die Touristen gehen meistens nur einen bis zwei Tage dorthin, weil die Tours durch den Salar, der Salzwueste, dort ihren Anfangspunkt haben. So haben auch wir gleich unsere drei-taegige Tour durch die Wueste gebucht gemeinsam mit drei Israelis. Die Jungs brachten gleich von Anfang an ihre Sonderwuensche ein, so dass wir die Tour doch einfach mal in die entgegengesetzte Richtung gemacht haben... aber was solls... dafuer haben wir sogar ein bisschen hebraeisch gelernt :-P.

Die Wuestenlandschaft war unglaublich schoen und ja, man wuerde es nicht denken von einer Wueste, auch sehr abwechslungsreich. So sind wir zu verschiedenen kleinen Lagunen gekommen (gruene, rote, blaue...) und konnten sogar morgens um 6.30 Uhr bei Sonnenaufgang auf 4800 Metern ein Bad in heissen Quellen geniessen.
Der Hoehepunkt war aber der dritte und letzte Tag, als wir zum 1200km2 grossen Salzsee gelangten. Wir fuhren mit unserem Jeep ueber die zum Teil bis zu 10m tiefe Salzschicht bis zu einer kleinen Insel, Inka Wasi, wo wir unser Mittagessen zu uns nahmen.
Den halben Nachmittag hatten wir dann Zeit "einige" Fotos zu schiessen. Besonders die Jungs waren ziemlich kreativ und liessen sich gar nicht mehr bremsen... so dass wir mit etwas Verspaetung aber mit vielen witzigen Fotos mehr Ende Nachmittag zurueck nach Uyuni kamen.
Nach einer Dusche im Hostal, wo wir versuchten uns mehr oder weniger von einer fiesen Salzschicht zu befreien, gings schon wieder zurueck nach la Paz mit dem Nachtbus. Diesmal goennten wir uns einen richtigen Edel-Turistenbus, wo jeder Passagier genuegend Platz hat, auch wenn er ueber 1.65m ist und wo man sogar noch mit Kissen und Schlafdecke ausgestattet wird...boah...
Von La Paz gings gleich weiter nach Copacabana am Titicacasee, wo wir uns mit zwei weiteren Freunden trafen. Wir verbrachtne knapp eine Woche damit die bolivianische als auch die peruanische Seite des Titicacasees zu erkunden. Nach zwei Tagen Erholung in Copacabana, die wir am Strand sitzend, mit Boeotchen Fahren und einem super Pick Nick auf einem Huegel mit Blick auf den See und Copacabana verbrachten, gingen wir mit einem Boot auf die Isla del Sol, um dort nach einer gemuetlichen und schoenen Wanderung in einem Doerfchen zu uebernachten.
Danach gings gleich weiter nach Puno (Peru ;-)) und von dort aus zurest zu den schwimmenden Inseln von Uros. Die Menschen leben hier tatsaechlich auf kleinen Schilfinseln und bewegen sich mit Ruderbooten von einer Insel zur naechsten. Alle zwei Wochen muss neues Schilf geholt werden, um die Insel damit zu decken, da sie ansonsten sinken wuerde. Leider hat die Siedlung heute an Bedeutung verloren und wird vor allem aus turistischen Zwecken aufrechterhalten.
Noch am selben Tag gings weiter zur wunderschoenen Insel von Amantani. Hier leben ca. 5000 Menschen, abgeschirmt von der restlichen Welt... Die Insel ist kaum vom Turismus gepraegt und hat somit ihren urspruenglichen Charme beibehalten. Gegessen und geschlafen wird in Familien, die auf der Insel leben, da es hier weder Restaurants noch Hostals gibt. Es gibt auf der 4.5 km breiten und 9.5 km langen Insel auch keine Polizei, da es, wie mir der Vater meiner Familie berichtet hat, auch keine Verbrechen gibt...
Die Insel ist sehr friedlich und ruhig.... Hier gibt es keine Autos, keinen Handyempfang, keine Computer... Es ist zwar ein grosser Generator vorhanden, der die ganze Insel mit Strom versorgen koennte, doch der wird kaum genutzt, da die Kosten zu hoch sind, so sitzen die Familien abends bei Kerzenlicht beim Abendessen und unterhalten sich.

Bevor wir am naechsten Tag 7 Stunden mit dem Bus zurueck nach Cusco fuhren, besuchten wir noch eine weitere Insel, La Isla Taquile. Hier hab ichs dann doch mal gewagt eine Forelle zu probieren und habs eigentlich auch gut ueberstanden... ich glaub mittlerweile hat mein Magen schon so viel mitgemacht, dass ich ihm alles vorsetzen kann.... ;-)
Tja, und nun bin ich also wieder zurueck zu Hause... die Zeit vergeht unheimlich schnell. An Weihnachten war ich hier mit meiner Familie und am 25. haben wir mit einigen Freunden eine eigene kleine Feier organisiert und zusammen gekocht, war gemuetlich. Heute ist Silvester und ich geh dann gleich mit einem Freund einkaufen. Wir machen ein Fest bei ihm zu Hause und gehen dann kurz vor zwoelf auf die Plaza de Armas, den Hauptplatz, wo sich alle treffen, um gemeinsam ins neue Jahr zu "rutschen"... ;-)

Ich wuensche euch schon mal allen alles gute fuers 2008! Feiert schoen!!! Ich bin dann so 6 Stunden hinterher.... ;-)

Freitag, 7. Dezember 2007

Chau Chau Cusco

So, nun ist die Zeit hier in Cusco nach zwei einhalb Monaten fuer mich vorerst zu Ende. Morgen geht's naemlich mit dem Nachtbus nach La Paz, Bolivien. Ich hoffe, dass die 12 stuendige Fahrt nicht zu anstrengend wird, aber frueher oder spaeter kommt man auf jeden Fall meistens irgendwo an. :-P Nene, so schlimm wird's nicht!
Ja und heute musste ich mich auch von den suessen Kindern im Kinderheim, in dem ich die letzten drei Wochen gearbeitet habe, verabschieden. Das fiel mir schon schwer. Zum Glueck komme ich ueber Weihnachten und Neujahr nach Cusco zurueck, da kann ich sie ab und an besuchen gehen. ;-)
Die Arbeit und das Leben allgemein hier hat mir bis jetzt sehr gut gefallen und obwohl ich mich freue, jetzt noch reisen zu gehen, faellt es mir etwas schwer meinen neuen Alltag bereits wieder aufzugeben... morgens arbeiten, nachmittags essen, Kaffee trinken, Freunde treffen und abends fast immer zum Salsa... Ploetzlich ist alles so normal geworden hier, wie zum Beispiel, dass man fast immer sein eigenes Klopapier dabei haben muss, es keinen Fahrplan fuer Kombis gibt (die kleinen Stadtbusse hier) und sie gefuellt werden, solange die Tuer noch irgendwie zugestossen werden kann, dass man ab und an auf der Plaza de Armas von Peruanern gefragt wird, ob sie ein Bild von einem machen koennen, weil sie noch nicht oft die Gelegenheit hatten Weisse zu sehen und und und.... So, jetzt aber genug davon. Ich freue mich schon euch dann ueber den Bolivien Trip erzaehlen zu koennen. Bis dahin wuensche ich euch allen noch eine schoene Adventszeit. Mir fehlt das hier total. Wenn ich hier an den Advent denke, so kommt mir nur unser kuenstlicher Weihnachtsbaum und die Weihnachts-Coca-Cola Werbung an den Scheiben eines grossen Supermarkts in den Sinn... Man kann halt nicht alles haben. ;-)
Und falls ihr nicht weisst, was ihr denn alles mit eurem Weihnachtsgeld anfangen sollt, dann geht doch mal auf www.amantani.info . Das ist die Seite vom Kinderheim, in dem ich gearbeitet haben und die koennen jeden Bazen mehr immer ziemlich gut gebrauchen, da die meisten Kinder auch nicht bei guter Gesundheit sind.

dann bis dann...

Montag, 12. November 2007

Dschungel-Trip

So, jetzt will ich wieder mal versuchen euch ein bisschen von meiner Zeit hier zu berichten. Irgendwie hab ich's in letzter Zeit nicht ganz hingekriegt.
Also, am 1. und 2. November hatte ich frei und da habe ich mit drei Freundinnen die Zeit genutzt, um in den Dschungel zu fahren. Wir sind am Donnerstag frueh los, nachdem wir ca. 2.5 Stunden geschlafen hatten. Dabei haben wir die ersten 20 km in unserem Kombi besonders genossen, da es die einzigen auf geteerter Strasse bleiben sollten. Danach gabs waehrend ca. 8 Stunden nur noch holpprige und sehr kurvenreiche Wege. Die Reise in den Dschungel war insofern interessant, da wir wieder einmal die verschiedensten Landschaften geniessen konnten; ueber zwei karge Paesse runter in den Dschungel. Auf unserem Weg kamen wir an einem Inka-Friedhof vorbei. Die Inkas bauten fuer jeden Verstorbenen ein kleines rundes Steinhaeuschen, in das sie den Toten mit all den Dingen hineingelegten, die ihm zu Lebzeiten wichtig waren.


Nachdem wir den Friedhof besichtigt hatten gings weiter Richtung Dschungel. Die letzten 40 Minuten bis zu unserer Lodge gingen wir dann zu Fuss, um die Voegel, Schmetterlinge und Affen zu sehen.

Am zweiten Tag stiegen wir morgens auf unsere Mountainbikes, um die naechsten 2.5 Stunden Reise zu bewaeltigen. Die Gangschaltung konnte leider nicht benutzt werden, ohne dass es die Kette raushaengte, aber dafuer funktionierte eine der zwei Bremsen zuverlaessig. Beim Fahren wurden wir dann ordentlich durchgeschuettelt, was beim einen oder anderen trotz Handschuhe ein paar Blasen hinterliess.


Vier Truthaehne beim Sonntagspaziergang... ;-)


In Pilcopata, einem kleinen Dorf, tauschten wir unsere Bikes gegen ein Raft, um die naechsten Kilometer auf dem Fluss zu verbringen. Da es zuvor bereits einige Tage geregnet hatte und der Fluss dadurch etwas gewaltiger war, kamen wir auch zuegig voran.


In Atala, unserer letzten Station vor unserer Lodge, wurde noch einmal Transportmittel getauscht, diesmal gings mit dem Motorboot weiter.





In unserer wunderschoenen Lodge hatten wir dann Zeit ein bisschen rumzuhaengen. Zu ersten Mal konnte ich hier in Peru einfach nur in kurzen Hosen, Traegertop und Flipflops rumlaufen... (jetzt musste ich diese Art von Kleidung leider wieder gegen meine Fliessjacke und Jeans tauschen...). Die Umgebung war wunderschoen. Vor unserem Zimmer hatte es einen Papaya-Baum, etwas weiter wuchsen Ananas und ueberall Blumen... Natuerlich waren auch ein paar Viecher mehr da als in Cusco, wie zum Beispiel Adolf der Zweite (Foto). Der fuehlte sich besonders in der Umgebung von Martina wohl ;-)... dieses Exemplar verstarb leider kurz nachdem ich das Bild geschossen habe, wahrscheinlich an Liebeskummer. Dafuer hatte ich das Vergnuegen Adolf 3 bis 5 beim Duschen dabei zu haben, wobei sich Adolf der Dritte in meinen Haaren verfing... AHHHH!!!!!!

Ende Nachmittag gingen wir noch ein bisschen laufen und kehrten erst wieder mit unseren Taschenlampen im Dunkeln zurueck, um noch ein paar Gluehwuermchen zu sehen.

Unter anderem kamen wir an verschiedenen Termitennesten vorbei.

Am naechsten Tag wollten wir eigentlich um 5 Uhr aufstehen, um Papageien bei der Nahrungsaufnahme zuzuschauen, doch leider konnten wir nicht los, da es die ganze Nacht fuerchterlich gewittert hatte und um 5 Uhr immer noch sehr stark regnete. So standen wir erst spaeter auf und gingen gleich zum Canopy. Wir mussten nur ca. 30 Minuten in unseren Gummistiefel durch den Dschungel laufen, um zur ersten Plattform zu gelangen, doch ich war danach erstmal nassgeschwitzt, da es so schwuehl war. Wir zogen unsere ganze Ausruestung an und dann gings schon los. Ich hatte zuerst Bedenken, ob ich es machen sollte, da ich nicht ganz schwindelfrei bin, habe es dann aber nicht bereut mitgemacht zu haben. Insgesamt hatte es fuenf Plattforme. Dabei war die laengste Strecke 110 m lang un das Seil hing ueber einem Abgrund von bis zu 45 m Tiefe. Das war schon richtig cool, sich da haengen zu lassen!!! Am Schluss konnten wir uns noch von der letzten Plattform abseilen. Ich muss sagen, dass ich schon etwas stolz auf mich war, dies trotz Hoehenangst hinter mich gebracht zu haben. ;-) Nach einem leckeren Mittagessen und einer ausgiebigen Siesta im Garten gingen wir Mitte Nachmittag noch einmal los, um zu einem kleinen See im Urwald zu spazieren. Der Weg gestaltete sich etwas schwierig, da es waehrend den vorherigen Tagen viel geregnet hatte und die Wege zum Teil ziemlich durchnaesst waren und sich bereits groessere Pfuetzen gebildet hatten. Beim See angekommen, erwartete uns jedoch ein wunderschoener Anblick, ein richtiges kleines Paradies... ; ) Nur Baden konnten wir im See nicht, da anscheinend viele fiese Pyrhanias darin hausen... Dafuer konnten wir mit einem kleinen Holzfloss ueber den See gehen...


Zurueck in der Lodge, gabs schon bald das Abendessen. Danach setzten wir uns noch raus. Was wir leider nicht bedachten war, dass der Generator, um ca. 21 Uhr ausgeschaltet wird und dass es danach ueberhaupt kein Licht mehr gibt. So sassen wir also draussen unter einem Blechdach, da es wieder stark regnete und waren ziemlich ueberrascht, als es auf einmal ganz dunkel wurde. Ich konnte nicht einmal mehr meine Hand vor meinem Gesicht sehen, gar nichts!!! Wir fragten uns, wie wir denn den Weg bis zu unseren Zimmer jemals wiederfinden sollten und das ausserdem im Regen! Die einzige Lichtquelle, die wir hatten war ein Feuerzeug, doch wie gesagt, es regnete halt... Zum Glueck hat unser Guide unser rufen gehoert und hat uns dann, wenn auch mit einem Schmunzeln aus unserer misslichen Lage befreit...

Am naechsten Tag machten wir uns um 7.00 Uhr auf den Heimweg und kamen dann um ca. 20.30 Uhr muede aber gluecklich wieder in Cusco an. ; )

Freitag, 19. Oktober 2007

El Camino Salkantay

So, und diesmal mit Bildern;-)


Seit gestern Abend bin ich wieder zurueck in Cusco. Der Treck war der absolute Hammer. Wir sind durch sehr unterschiedliche Regionen und Klimazonen gewandert und haben so vieles erlebt....
Am ersten Tag gings zuerst mit dem Regionalbus von Cusco nach Mollepata (2909m). Die Fahrt dauerte ungefaehr 4 Stunden. Die Strecke waer wohl locker in weniger zu schaffen gewesen, aber wie gesagt, es war ein Regionalbus. Da werden fast genau so viele Sitz- wie Stehplaetze vergeben und man ist einfach nur froh ist, wenn er mal so 50 kmh schafft ohne auseinanderzufallen ... In Mollepata nahmen wir nach einen kleinen Fruehstueck nun also unsere Wanderung auf, begleitet von unserem Guide, dem Koch und unserem "Ariero", der sich um die drei Pferde kuemmerte, die unser ganzes Gepaeck trugen. Die Wanderung begann mit Sonnenschein, Vogelgezwitscher und sehr angenehmen 25 Grad, perfekt halt.




Wir mussten ca. 7 Stunden wandern bis wir unser Schlafplatz erreichten. Der befand sich am Fusse eines Gletschers auf 4000m. Die Aussicht auf den Gletscher sowie auf das ganze Tal war wirklich beeindruckend. Kurz nach unserer Ankunft wurde es jedoch schon bald dunkel und ein fieser Wind wehte durch die Zelte hindurch. Nach einem reichhaltigen Mahl von unserem grandiosen Koch, der auch unter den schwierigsten Umstaenden die Liebe zum Detail nicht verlor, gings schon bald Richtung Iglu-Zelt, um zu schlafen. Natuerlich nicht ohne vorher unseren Coca-Tee mit einem Schuss Coñasso (Rohrzuckerschnaps) einzunehmen... soll ja schliesslich gut sein fuer die Hoehe... Die Nacht war wirklich eisig kalt. Trotz Thermo-Unterwaesche, Faserpelz, Muetze, Wollsocken etc. haben wir bitter gefroren und konnten kaum schlafen. Da waren wir ganz schoen erleichtert als unser Guide am naechsten Morgen frueh mit dem naechsten "gepimpten" Coca-Tee an unser Zelt klopfte.



Nach dem Fruehstueck, diesmal sogar mit Torte, da unser Koch seinen 21. Geburtstag feierte, begann der anstrengenste Teil der Reise, der Aufstieg zum Fuss des Gletschers Salkantay. Die Spitze des Berges befindet sich auf 6271m. Salkan heisst soviel wie wild oder unbezaehmbar. Der Gletscher erhielt den Namen, weil viele Abenteuerlustige beim Versuch ihn zu erklimmen nicht wieder zurueckgekehrt sind und es bis heute noch keiner geschafft hat, ein Kreuz an der Spitze anzubringen. Zur Zeit der Inkas wurde dieser Gletscher angebetet, weil sie glaubten, dass ein Gott (Apu) in ihm wohnt. Sie brachten viele Opfergaben und gruben ihre besten Cocablaetter in den Boden ein, damit ihnen waehrend der Wanderung bis zum Fuss des Salkantay nichts zustoesst. Dies haben wir auch gemacht bevor wir den Aufstieg weit ueber die Baumgrenze in Angriff genommen haben.

Ca. 3 Stunden, 8 Traubenzucker, 5dl Wasser und 2 Snickers spaeter waren wir auf 4600m angekommen und konnten uns vor dem Abstieg noch ein bisschen erholen.






Nun folgte ein sehr rascher Abstieg, da es unser Guide anscheinend eilig hatte. Es war naemlich immer so, dass er am Morgen verschlief und uns anstatt um 6 erst um 6.45 oder 7 weckte und dann ziemlich gestresst war. Da wurde gerne auf Pausen und solche unnoetigen Dinge verzichtet... Aber gut, wir mussten uns nun beeilen, um rechtzeitig am naechsten Zeltplatz anzukommen. Der Nachmittag war zwar anstrengend, weil es sehr steil war und man meistens von Stein zu Stein huepfen musste und somit immer konzentriert sein musste, er war aber auch genial... Wir starteten in einer eisigen Kaelte mit Nebel und starkem Winden und Stueck fuer Stueck wurde es immer waermer, so dass der Tag in einem fast tropischen Klima endete...




Am dritten Tag gings weiter bis nach Santa Teresa, einer kleinen Stadt und somit Zivilisation...yeah!!!! Dieser Tag war gegenueber den anderen etwas eintoenig, da wir waehrend 5 Stunden einfach immer schoen abwaerts den Berg runterlaufen mussten... das Ganze wurde nur dadurch erschwert, dass mir vom Vortag so ziemlich jeder Muskel weh tat und ich mich gleich mal 60 Jahre aelter fuehlte :-P . Aber da wir schon frueh am Nachmittag ankamen, konnten wir noch in den warmen Quellen baden gehen. Nach drei Tagen ohne Dusche ein Traum ;-).


Am naechsten Tag wachten wir voellig durchnaesst wieder auf, da unser Zelt wohl etwas undicht war und es in der Nacht richtig stark geregnet hatte... Aber gut, es war ja die letzte Nacht im Zelt, zum Glueck, und es stand uns nur eine leichte Wanderung bevor... immer den Bahngleisen nach... Kurz vor unserem Zielort, Aguas Calientes, schauten wir den Berg hoch und sahen zum ersten Mal Machu Picchu... :-) da wussten wir, dass wir wirklich angekommen waren. :-) Am Abend wurden wir mit Pizza Essen, warmer Dusche (fast wie in der Schweiz) und einem richtigen Bett verwoehnt. Aguas Calientes ist der wohl touristischste Ort in Peru. Da gibt es nur Hostals, Hotels und eine Unmenge von Restaurants und Clubs, dazwischen noch die ganzen Souvenirmaerkte... die reinste Reizueberflutung... ;-

So nun aber noch der letzte Tag fuer all die Unermuedlichen unter euch, die sich das jetzt alles durchgelesen haben... ;-) Um 5.30 gings mit einem der ersten Busse rauf nach Machu Picchu, bevor die ganzen Touristenmassen so gegen 10.00 eintrudeln... der erste Blick auf die alte Inka Stadt war wirklich atemberaubend... da es noch etwas neblig war, erhielt alles etwas Mystisches... und obwohl wir die Stadt schon so oft auf Bildern gehen hatten, war es ganz anders selbst dort oben zu stehen. Ich finde, dass es sich hierbei wirklich um ein Weltwunder handelt! Es ist sehr beeindruckend, wie die Inkas diese Stadt errichtet haben. Vor allem wenn man auf die Terassengaerten blickt und auf den steilen Abgrund, der danach folgt... oder wenn man durch die Ruinen laeuft und die praezise Bauweise der Inkas begutachten kann... dass nach so vielen Jahren so vieles von der Stadt uebrig geblieben ist, kommt nicht von irgendwo her. Es ist wirklich eigenartig zu sehen, wie die Inkas ihre Staedte mit so viel Sorgfalt gebaut haben und heute viele Peruaner in Blechhuetten leben, die wohl keinen groesseren Sturm ueberleben werden... Fortschritt???????.... jaja, das Geld regiert unsere moderne Welt...









und noch ein schnappschuss... ;-)



GEFAHR! MAENNER BEI DER ARBEIT!!!! hehehe... ;-)




Mittwoch, 10. Oktober 2007

Cusco






So, jetzt hab ich endlich ein bisschen Zeit, um euch etwas mehr von meinen beiden ersten Wochen hier in Cusco zu berichten. Ich habe mich dazu entschlossen, erst einmal ein bisschen Sprachschule zu machen, um mich hier besser einzuleben und mein Spanisch zu verbessern. Mein Gastbruder hatte mir eine Sprachschule empfohlen, doch nach nur einem Tag dort, war ich total geknickt, weil es mir ueberhaupt nicht gefiel... So habe ich dann schon nach zwei Tagen wieder die Schule gewechselt. Aber jetzt bin ich sehr gluecklich dort. :-) Es ist eine Schule, wo Deutsch und Spanisch unterrichtet wird. Ich hab da sogar eine Tandem-Partnerin. Sie ist aus Cusco und moechte deutsch lernen. Wir treffen uns dann so zwei mal pro Woche. Einmal sprechen wir deutsch und einmal spanisch. Wir verstehen uns sehr gut und es gibt immer sehr viel zu lachen mit ihr. Vorhin waren wir noch mit ihrem Vater in einem Waisenhaus, um den Kindern Geschenke zu bringen. Die haben sich sehr darueber gefreut und uns Lieder vorgesungen.
Meine Gastfamilie habe ich laenger nicht mehr gesehen, ich denke so eine Woche... Dafuer habe ich eine neue Mitbewohnerin. Sie heisst Laura und kommt aus Koeln. Wenn sie nicht waere, haette ich wahrscheinlich schon die Familie gewechselt, aber zu zweit ist es ok. Wir machen dann immer zusammen Abendessen und gehen gemeinsam weg. Wir machen auch beide vier mal pro einen Salsa Kurs und hoffen schwer, dass wir es dann in drei Monaten drauf haben, aber bis jetzt siehts noch etwas komisch aus. Zudem ist mein Tanzpartner fast einen Kopf kleiner als ich, aber passt schon... ;-)

Letztes Wochenende war ich mit drei Freundinnen (aus Island, Schweden und Norwegen) zwei Tage beim River Rafting. Das war super. Wir waren auf einem Fluss in den Bergen, 3500m ueber Meer. Am ersten Tag haben wir eine gemuetliche Tour gemacht, war dann eher wie Schiffchen fahren ;-), aber es war sehr kalt. Es wehte ein fieser Wind und es regnete teilweise auch. Nach zwei Stunden waren wir abgefroren. Zum Glueck konnten wir uns danach in der Sauna aufwaermen. Am Abend sind wir noch bis zu einem kleinen Bergdorf gelaufen. Ich bin mir mittlerweile einiges gewohnt hier in Peru, aber so ein Dorf hatte ich bisher noch nicht gesehen. Es sah aus wie eine Geisterstadt und es fiel uns schwer zu glauben, dass da wirklich Menschen wohnen. Die Strassen waren voller Muell. In den Gassen liefen Hunde herum und die Hauser hatten zum Teil nicht einmal ein Dach.... Wir haben dann mit unserem Guide in der Naehe des Flusses gezeltet und sind am naechsten Tag noch einmal mit dem Raft los. Diesmal waren wir in einem etwas "wilderen" Gewaesser und bei der ersten grossen Stromschnelle sind dann zwei von unserem Team im Wasser gelandet, weil das Raft gekippt ist... Ach ja, ich war da auch dabei... Zuerst hab ich Panik gekriegt, weil es nicht so einfach ist in einem solchen Gewaesser den Kopf ueber Wasser zu halten und da das Wasser ausserdem recht kalt war, fiel es mir etwas schwer ruhig zu atmen, aber ich wurde dann von unserem Sicherheitskayak wieder gerettet. :-)

Hier noch ein paar Bilder, die eine Freundin gemacht hat. Meine eignenen konnte ich bisher leider noch nicht hochladen.



Diese Woche habe ich noch Sprachkurs und am Sonntag geh ich dann mit drei anderen fuer fuenf Tage wandern. Wir machen einen Alternativtreck bis zum Machu Picchu, Camino Salkantay heisst er. Dort werden wir bis 4800m hoch wandern, zwischen 7 bis 9 Stunden pro Tag... Ich hoffe, dass ich das packe... Wenn ich denke, dass ich manchmal nicht mal auf die Oberstufenwanderung gehen mochte im Jublalager ;-) ... Naja, mal schauen!

Ich habe jetzt die ganze Zeit versucht noch ein paar Bilder hochzuladen, aber irgendwie will der Computer nicht... Ich wuerde euch echt gerne zeigen, wie das hier alles aussieht... aber vielleicht klappts ein anderes Mal!

Sonntag, 7. Oktober 2007

Erste Eindruecke aus Peru

Die Reise nach Peru verlief eigentlich ohne weitere Schwierigkeiten. Puenktlich um 17.00 Uhr kam ich dann also in Lima an. Nach der Gepaeckabgabe wartete bereits Leslie (die Freundin einer Freundin... ;-)) auf mich, um mich zu meinem Hostal zu begleiten. Sie hatte einen Taxifahrer aus irem Viertel mitgebracht und so machten wir uns zu dritt auf den Weg. Die erste Autofahrt durch Lima war sehr aufregend! Die Leute fahren hier wirklich wie die Sau ;-) !!!! Das kann man sich wirklich gar nicht vorstellen! Die hupen und ueberholen von links und rechts, nehmen einem den Vortritt, machen aus zwei Kolonnen drei.... Ich wuerde sterben, wenn ich einmal selbst durch die Stadt fahren muesste und das meine ich wirklich so.
Nachdem meine Sachen dann aber doch sicher im Hostal untergebracht waren, gingen wir noch etwas essen. Da Iberia seine Kunden gerne mal auf Diaet setzt, hatte ich total Hunger und habe mich ueber Huehnchen und Pommes sehr gefreut. Dazu bekam ich auch gleich meine erste INKA COLA zu trinken. Die schmeckt wie Kaugummi und sieht gefaehrlich gelb aus, aber mir schmeckts ;-). Nach dem leckeren Mahl gings per Taxi zurueck ins Hostal. Dabei fuhr der Fahrer kurz an allen wichtigeren Sehenswuerdigkeiten vorbei damit ich doch noch was von Lima sehen konnte.
Waehrend der ersten Nacht alleine in Peru war mir schon etwas mulmig zu mute. Zum Glueck hatte ich aber noch Martha bei mir (danke maedels) :-))) !
Am naechsten Tag brachte ich noch den zweiten Teil meiner Reise hinter mich, die diesmal nur wenige Stunden dauerte. Am Flughafen angekommen, holten mich Forvitt und sein Freund Carlos vom Flughafen ab, um mich bis zu meiner Gastfamilie zu begleiten. Mein Gastbruder Cesar war zu Hause und nahm mich gleich mit, um einige Besorgungen zu machen. Ich war wirklich froh, nicht alleine zu Hause bleiben zu muessen. Am Abend gingen wir in seine beiden Bars.
Hier ist wirklich alles komplett anders als in der Schweiz. Meine erste Dusche zum Beispiel war ein Erlebnis. Ich erlitt gleich mehrere, aber dafuer nur kleine, Stromschlaege, weil mir ein Teil meiner elektrischen Dusche auf den Kopf fiel und das Wasser, das da rauslief zwickte. Natuerlich lief das Wasser genau auf den Wasserhahn, so dass ich diesen auch nicht mehr zu drehen konnte, ohne gezwickt zu werden... Mann...

Ich werde bald wieder von Cusco berichten und versuchen ein paar Fotos reinzustellen, doch jetzt muss ich leider los...