Wir mussten ca. 7 Stunden wandern bis wir unser Schlafplatz erreichten. Der befand sich am Fusse eines Gletschers auf 4000m. Die Aussicht auf den Gletscher sowie auf das ganze Tal war wirklich beeindruckend. Kurz nach unserer Ankunft wurde es jedoch schon bald dunkel und ein fieser Wind wehte durch die Zelte hindurch. Nach einem reichhaltigen Mahl von unserem grandiosen Koch, der auch unter den schwierigsten Umstaenden die Liebe zum Detail nicht verlor, gings schon bald Richtung Iglu-Zelt, um zu schlafen. Natuerlich nicht ohne vorher unseren Coca-Tee mit einem Schuss Coñasso (Rohrzuckerschnaps) einzunehmen... soll ja schliesslich gut sein fuer die Hoehe... Die Nacht war wirklich eisig kalt. Trotz Thermo-Unterwaesche, Faserpelz, Muetze, Wollsocken etc. haben wir bitter gefroren und konnten kaum schlafen. Da waren wir ganz schoen erleichtert als unser Guide am naechsten Morgen frueh mit dem naechsten "gepimpten" Coca-Tee an unser Zelt klopfte.
Nach dem Fruehstueck, diesmal sogar mit Torte, da unser Koch seinen 21. Geburtstag feierte, begann der anstrengenste Teil der Reise, der Aufstieg zum Fuss des Gletschers Salkantay. Die Spitze des Berges befindet sich auf 6271m. Salkan heisst soviel wie wild oder unbezaehmbar. Der Gletscher erhielt den Namen, weil viele Abenteuerlustige beim Versuch ihn zu erklimmen nicht wieder zurueckgekehrt sind und es bis heute noch keiner geschafft hat, ein Kreuz an der Spitze anzubringen. Zur Zeit der Inkas wurde dieser Gletscher angebetet, weil sie glaubten, dass ein Gott (Apu) in ihm wohnt. Sie brachten viele Opfergaben und gruben ihre besten Cocablaetter in den Boden ein, damit ihnen waehrend der Wanderung bis zum Fuss des Salkantay nichts zustoesst. Dies haben wir auch gemacht bevor wir den Aufstieg weit ueber die Baumgrenze in Angriff genommen haben.
Nun folgte ein sehr rascher Abstieg, da es unser Guide anscheinend eilig hatte. Es war naemlich immer so, dass er am Morgen verschlief und uns anstatt um 6 erst um 6.45 oder 7 weckte und dann ziemlich gestresst war. Da wurde gerne auf Pausen und solche unnoetigen Dinge verzichtet... Aber gut, wir mussten uns nun beeilen, um rechtzeitig am naechsten Zeltplatz anzukommen. Der Nachmittag war zwar anstrengend, weil es sehr steil war und man meistens von Stein zu Stein huepfen musste und somit immer konzentriert sein musste, er war aber auch genial... Wir starteten in einer eisigen Kaelte mit Nebel und starkem Winden und Stueck fuer Stueck wurde es immer waermer, so dass der Tag in einem fast tropischen Klima endete...
Am dritten Tag gings weiter bis nach Santa Teresa, einer kleinen Stadt und somit Zivilisation...yeah!!!! Dieser Tag war gegenueber den anderen etwas eintoenig, da wir waehrend 5 Stunden einfach immer schoen abwaerts den Berg runterlaufen mussten... das Ganze wurde nur dadurch erschwert, dass mir vom Vortag so ziemlich jeder Muskel weh tat und ich mich gleich mal 60 Jahre aelter fuehlte :-P . Aber da wir schon frueh am Nachmittag ankamen, konnten wir noch in den warmen Quellen baden gehen. Nach drei Tagen ohne Dusche ein Traum ;-).
Am naechsten Tag wachten wir voellig durchnaesst wieder auf, da unser Zelt wohl etwas undicht war und es in der Nacht richtig stark geregnet hatte... Aber gut, es war ja die letzte Nacht im Zelt, zum Glueck, und es stand uns nur eine leichte Wanderung bevor... immer den Bahngleisen nach... Kurz vor unserem Zielort, Aguas Calientes, schauten wir den Berg hoch und sahen zum ersten Mal Machu Picchu... :-) da wussten wir, dass wir wirklich angekommen waren. :-) Am Abend wurden wir mit Pizza Essen, warmer Dusche (fast wie in der Schweiz) und einem richtigen Bett verwoehnt. Aguas Calientes ist der wohl touristischste Ort in Peru. Da gibt es nur Hostals, Hotels und eine Unmenge von Restaurants und Clubs, dazwischen noch die ganzen Souvenirmaerkte... die reinste Reizueberflutung... ;-
So nun aber noch der letzte Tag fuer all die Unermuedlichen unter euch, die sich das jetzt alles durchgelesen haben... ;-) Um 5.30 gings mit einem der ersten Busse rauf nach Machu Picchu, bevor die ganzen Touristenmassen so gegen 10.00 eintrudeln... der erste Blick auf die alte Inka Stadt war wirklich atemberaubend... da es noch etwas neblig war, erhielt alles etwas Mystisches... und obwohl wir die Stadt schon so oft auf Bildern gehen hatten, war es ganz anders selbst dort oben zu stehen. Ich finde, dass es sich hierbei wirklich um ein Weltwunder handelt! Es ist sehr beeindruckend, wie die Inkas diese Stadt errichtet haben. Vor allem wenn man auf die Terassengaerten blickt und auf den steilen Abgrund, der danach folgt... oder wenn man durch die Ruinen laeuft und die praezise Bauweise der Inkas begutachten kann... dass nach so vielen Jahren so vieles von der Stadt uebrig geblieben ist, kommt nicht von irgendwo her. Es ist wirklich eigenartig zu sehen, wie die Inkas ihre Staedte mit so viel Sorgfalt gebaut haben und heute viele Peruaner in Blechhuetten leben, die wohl keinen groesseren Sturm ueberleben werden... Fortschritt???????.... jaja, das Geld regiert unsere moderne Welt...
GEFAHR! MAENNER BEI DER ARBEIT!!!! hehehe... ;-)
3 Kommentare:
halli hallo celine! diese wanderung klingt ja tödlich ;) ich hoffe du wirst uns noch viel spannende erlebnisse aus peru berichten! pass uf dier uf! lieba gruess sända
heihei
jaja d'oberstufewanderige si deich nume as training gsih für das du die"grossi wanderig" in peru überläbsch. hehe...
hoffe das klappt bald mit de fotos.
gruess simon
ach quatsch !! es sieht wie eine große Abenteuer aus, du bist mutig, dort zu Leben !!! die Landschaft sieht wunderschön zu sein !!! enjoy your trip !! Liebe Grüße von Berlin !!!
et envoie moi de tes news quand tu as le temps !!!!
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