So, nun komme ich wieder mal dazu meinen Blog auf den neusten Stand zu bringen... Bevor ich aber mit meinem Bericht ueber meine zwei Wochen Bolivien beginne, hoffe ich, dass ihr alle ganz schoene Weihnachten verbracht habt!!!! Hier in Cusco war es die letzte Zeit immer sehr sonnig und angenehme 25 Grad. Da hab ich mir am 24. am Weihnachtsmarkt glatt einen ueblen Sonnenbrand geholt... :-S...
Okey, nun aber was zur Bolivien-Reise: Vor drei Wochen sind wir (eine Freundin und ich) am Samstag in der Nacht 12 Stunden mit dem Bus bis nach La Paz gefahren. Die Fahrt verlief eigentlich recht problemlos und auch der Grenzuebergang war kein Problem, obwohl man hier viel von den korrupten und geldgierigen Zoellnern hoert...
In La Paz angekommen ging es meiner Freundin nicht gut und es regnete auch den ganzen Nachmittag... Naja, dann verbrachten wir halt fast den ganzen Tag und Abend in unserem Hostal...war aber schon okey.
Am naechsten Tag gingen wir dafuer frueh aus dem Haus, um nach einem leckeren Pancake-Fruehstueck den beruehmten Hexenmarkt zu besuchen. Dort kann man neben vielen Souvenirs auch jede Art von Gluecksbringern, Zaubertraenken und -pulver finden, echt unterhaltsam. ;-)
Es werden sogar tote Lamafoeten verkauft. Die werden, wenn die Bolivianer Haeuser bauen, in alle Ecken des Hauses gestellt, um fuer Sicherheit und Glueck zu sorgen... Daneben kann man sich auch die Karten legen lassen, was wir dann aber aus Zeitgruenden gelassen haben.
Am Nachmittag haben wir weiter die Stadt erkundet und am Abend gings dann wieder 12 Stunden mit dem Bus weiter nach Uyuni, wo zwei Freundinnen bereits auf uns warteten. Diesmal war die Fahrt etwas weniger angenehm. Der Bus war uebervoll, der Platz zwischen den Sitzen megaknapp und nach einigen Stunden Fahrt hatten wir noch eine Panne... Dazu kam, dass die Strecke bis Uyuni nicht vollstaendig geteert ist, so dass es eine richtige Ruettelfahrt wurde... Wir kamen jedoch trotzdem rechtzeitig in Uyuni an, wie das ging, wollt ihr gar nicht wissen.... Uyuni ist ein kleines Staedchen inmitten von nirgendwo in der bolivianischen Wueste. Dort gibt es eigentlich auch ueberhaupt nichts zu tun, die Touristen gehen meistens nur einen bis zwei Tage dorthin, weil die Tours durch den Salar, der Salzwueste, dort ihren Anfangspunkt haben. So haben auch wir gleich unsere drei-taegige Tour durch die Wueste gebucht gemeinsam mit drei Israelis. Die Jungs brachten gleich von Anfang an ihre Sonderwuensche ein, so dass wir die Tour doch einfach mal in die entgegengesetzte Richtung gemacht haben... aber was solls... dafuer haben wir sogar ein bisschen hebraeisch gelernt :-P.
Die Wuestenlandschaft war unglaublich schoen und ja, man wuerde es nicht denken von einer Wueste, auch sehr abwechslungsreich. So sind wir zu verschiedenen kleinen Lagunen gekommen (gruene, rote, blaue...) und konnten sogar morgens um 6.30 Uhr bei Sonnenaufgang auf 4800 Metern ein Bad in heissen Quellen geniessen.
Der Hoehepunkt war aber der dritte und letzte Tag, als wir zum 1200km2 grossen Salzsee gelangten. Wir fuhren mit unserem Jeep ueber die zum Teil bis zu 10m tiefe Salzschicht bis zu einer kleinen Insel, Inka Wasi, wo wir unser Mittagessen zu uns nahmen.
Den halben Nachmittag hatten wir dann Zeit "einige" Fotos zu schiessen. Besonders die Jungs waren ziemlich kreativ und liessen sich gar nicht mehr bremsen... so dass wir mit etwas Verspaetung aber mit vielen witzigen Fotos mehr Ende Nachmittag zurueck nach Uyuni kamen.
Nach einer Dusche im Hostal, wo wir versuchten uns mehr oder weniger von einer fiesen Salzschicht zu befreien, gings schon wieder zurueck nach la Paz mit dem Nachtbus. Diesmal goennten wir uns einen richtigen Edel-Turistenbus, wo jeder Passagier genuegend Platz hat, auch wenn er ueber 1.65m ist und wo man sogar noch mit Kissen und Schlafdecke ausgestattet wird...boah...
Von La Paz gings gleich weiter nach Copacabana am Titicacasee, wo wir uns mit zwei weiteren Freunden trafen. Wir verbrachtne knapp eine Woche damit die bolivianische als auch die peruanische Seite des Titicacasees zu erkunden. Nach zwei Tagen Erholung in Copacabana, die wir am Strand sitzend, mit Boeotchen Fahren und einem super Pick Nick auf einem Huegel mit Blick auf den See und Copacabana verbrachten, gingen wir mit einem Boot auf die Isla del Sol, um dort nach einer gemuetlichen und schoenen Wanderung in einem Doerfchen zu uebernachten.
Danach gings gleich weiter nach Puno (Peru ;-)) und von dort aus zurest zu den schwimmenden Inseln von Uros. Die Menschen leben hier tatsaechlich auf kleinen Schilfinseln und bewegen sich mit Ruderbooten von einer Insel zur naechsten. Alle zwei Wochen muss neues Schilf geholt werden, um die Insel damit zu decken, da sie ansonsten sinken wuerde. Leider hat die Siedlung heute an Bedeutung verloren und wird vor allem aus turistischen Zwecken aufrechterhalten.
Noch am selben Tag gings weiter zur wunderschoenen Insel von Amantani. Hier leben ca. 5000 Menschen, abgeschirmt von der restlichen Welt... Die Insel ist kaum vom Turismus gepraegt und hat somit ihren urspruenglichen Charme beibehalten. Gegessen und geschlafen wird in Familien, die auf der Insel leben, da es hier weder Restaurants noch Hostals gibt. Es gibt auf der 4.5 km breiten und 9.5 km langen Insel auch keine Polizei, da es, wie mir der Vater meiner Familie berichtet hat, auch keine Verbrechen gibt...
Die Insel ist sehr friedlich und ruhig.... Hier gibt es keine Autos, keinen Handyempfang, keine Computer... Es ist zwar ein grosser Generator vorhanden, der die ganze Insel mit Strom versorgen koennte, doch der wird kaum genutzt, da die Kosten zu hoch sind, so sitzen die Familien abends bei Kerzenlicht beim Abendessen und unterhalten sich.
Bevor wir am naechsten Tag 7 Stunden mit dem Bus zurueck nach Cusco fuhren, besuchten wir noch eine weitere Insel, La Isla Taquile. Hier hab ichs dann doch mal gewagt eine Forelle zu probieren und habs eigentlich auch gut ueberstanden... ich glaub mittlerweile hat mein Magen schon so viel mitgemacht, dass ich ihm alles vorsetzen kann.... ;-)
Tja, und nun bin ich also wieder zurueck zu Hause... die Zeit vergeht unheimlich schnell. An Weihnachten war ich hier mit meiner Familie und am 25. haben wir mit einigen Freunden eine eigene kleine Feier organisiert und zusammen gekocht, war gemuetlich. Heute ist Silvester und ich geh dann gleich mit einem Freund einkaufen. Wir machen ein Fest bei ihm zu Hause und gehen dann kurz vor zwoelf auf die Plaza de Armas, den Hauptplatz, wo sich alle treffen, um gemeinsam ins neue Jahr zu "rutschen"... ;-)
Ich wuensche euch schon mal allen alles gute fuers 2008! Feiert schoen!!! Ich bin dann so 6 Stunden hinterher.... ;-)
Mittwoch, 26. Dezember 2007
Freitag, 7. Dezember 2007
Chau Chau Cusco
So, nun ist die Zeit hier in Cusco nach zwei einhalb Monaten fuer mich vorerst zu Ende. Morgen geht's naemlich mit dem Nachtbus nach La Paz, Bolivien. Ich hoffe, dass die 12 stuendige Fahrt nicht zu anstrengend wird, aber frueher oder spaeter kommt man auf jeden Fall meistens irgendwo an. :-P Nene, so schlimm wird's nicht!
Ja und heute musste ich mich auch von den suessen Kindern im Kinderheim, in dem ich die letzten drei Wochen gearbeitet habe, verabschieden. Das fiel mir schon schwer. Zum Glueck komme ich ueber Weihnachten und Neujahr nach Cusco zurueck, da kann ich sie ab und an besuchen gehen. ;-)
Die Arbeit und das Leben allgemein hier hat mir bis jetzt sehr gut gefallen und obwohl ich mich freue, jetzt noch reisen zu gehen, faellt es mir etwas schwer meinen neuen Alltag bereits wieder aufzugeben... morgens arbeiten, nachmittags essen, Kaffee trinken, Freunde treffen und abends fast immer zum Salsa... Ploetzlich ist alles so normal geworden hier, wie zum Beispiel, dass man fast immer sein eigenes Klopapier dabei haben muss, es keinen Fahrplan fuer Kombis gibt (die kleinen Stadtbusse hier) und sie gefuellt werden, solange die Tuer noch irgendwie zugestossen werden kann, dass man ab und an auf der Plaza de Armas von Peruanern gefragt wird, ob sie ein Bild von einem machen koennen, weil sie noch nicht oft die Gelegenheit hatten Weisse zu sehen und und und.... So, jetzt aber genug davon. Ich freue mich schon euch dann ueber den Bolivien Trip erzaehlen zu koennen. Bis dahin wuensche ich euch allen noch eine schoene Adventszeit. Mir fehlt das hier total. Wenn ich hier an den Advent denke, so kommt mir nur unser kuenstlicher Weihnachtsbaum und die Weihnachts-Coca-Cola Werbung an den Scheiben eines grossen Supermarkts in den Sinn... Man kann halt nicht alles haben. ;-)
Und falls ihr nicht weisst, was ihr denn alles mit eurem Weihnachtsgeld anfangen sollt, dann geht doch mal auf www.amantani.info . Das ist die Seite vom Kinderheim, in dem ich gearbeitet haben und die koennen jeden Bazen mehr immer ziemlich gut gebrauchen, da die meisten Kinder auch nicht bei guter Gesundheit sind.
dann bis dann...
Ja und heute musste ich mich auch von den suessen Kindern im Kinderheim, in dem ich die letzten drei Wochen gearbeitet habe, verabschieden. Das fiel mir schon schwer. Zum Glueck komme ich ueber Weihnachten und Neujahr nach Cusco zurueck, da kann ich sie ab und an besuchen gehen. ;-)
Die Arbeit und das Leben allgemein hier hat mir bis jetzt sehr gut gefallen und obwohl ich mich freue, jetzt noch reisen zu gehen, faellt es mir etwas schwer meinen neuen Alltag bereits wieder aufzugeben... morgens arbeiten, nachmittags essen, Kaffee trinken, Freunde treffen und abends fast immer zum Salsa... Ploetzlich ist alles so normal geworden hier, wie zum Beispiel, dass man fast immer sein eigenes Klopapier dabei haben muss, es keinen Fahrplan fuer Kombis gibt (die kleinen Stadtbusse hier) und sie gefuellt werden, solange die Tuer noch irgendwie zugestossen werden kann, dass man ab und an auf der Plaza de Armas von Peruanern gefragt wird, ob sie ein Bild von einem machen koennen, weil sie noch nicht oft die Gelegenheit hatten Weisse zu sehen und und und.... So, jetzt aber genug davon. Ich freue mich schon euch dann ueber den Bolivien Trip erzaehlen zu koennen. Bis dahin wuensche ich euch allen noch eine schoene Adventszeit. Mir fehlt das hier total. Wenn ich hier an den Advent denke, so kommt mir nur unser kuenstlicher Weihnachtsbaum und die Weihnachts-Coca-Cola Werbung an den Scheiben eines grossen Supermarkts in den Sinn... Man kann halt nicht alles haben. ;-)
Und falls ihr nicht weisst, was ihr denn alles mit eurem Weihnachtsgeld anfangen sollt, dann geht doch mal auf www.amantani.info . Das ist die Seite vom Kinderheim, in dem ich gearbeitet haben und die koennen jeden Bazen mehr immer ziemlich gut gebrauchen, da die meisten Kinder auch nicht bei guter Gesundheit sind.
dann bis dann...
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